[Blog-Event] Bücher, die bewegen

Mittwoch, 16. März 2016

http://mehralsgruenzeug.com/2016/01/13/blog-event-buecher-die-bewegen/


Vor einigen Tagen habe ich auf dem Blog Mehr als Grünzeug ein Blog-Event entdeckt, das mich sehr neugierig gemacht hat, deswegen habe ich beschlossen, bis Ende März auch noch daran teilzunehmen.

Worum geht es genau?

Die Blogbetreiberin Jenni ist, wie viele von uns, eine leidenschaftliche Leserin, seitdem sie des Lesens mächtig ist. Im August 2015 hat sie sich dazu entschlossen, vegan zu leben und seither beschäftigt sie sich immer mehr mit "grüner" Literatur, also mit Büchern, die sich um den grünen Lifestyle, um vegane Ernährung oder einfach auch um Achtsamkeit, eine bewusstere Lebensführung und philosophische Reflexion drehen. 

Und bei diesem Event geht es nun darum, dass wir 1-2 Bücher, die in die Kategorie "grüne" Literatur passen (die genauen Themenkomplexe findet ihr hier in Jennis Beitrag), vorstellen sollen, die uns wirklich bewegt, zu 100% überzeugt, unser Leben nachhaltig verändert und/oder uns dazu gebracht haben, in unserem Leben etwas (zum Besseren) zu verändern.

Ich weiß, normalerweise schreibe ich eher keine keine besonders privaten Sachen auf meinem Buchblog. Bis auf den Einzug unserer Lara vor etwa einem Jahr, die heute aber leider gar nicht mehr am Leben ist :'-( und meinen Heißluftballonflug im Sommer 2015, kann ich mich nicht erinnern, bisher sonst viel Privates von mir preisgegeben zu haben. 

Diesen Beitrag schreibe ich zwar vorrangig eigentlich für Jennis tolle Aktion, aber weil mich meine lieben Leser von meiner persönlichen Seite noch gar nicht so gut kennen, natürlich auch für euch, also für alle, die daran interessiert sind, aber ebenso auch für mich selbst, einfach, weil ich wieder ein wenig in der Erinnerung schwelgen möchte, als ich vor über 5 Jahren folgendes Buch gelesen habe ...


Nein, dies ist kein Roman. Und auch kein (Sach)buch, das euch verrät, wie man am besten ein paar Kilos verliert ... Auf den ersten Blick scheint es aber leider genau das zu sein: ein billig aufgemachter Ratgeber, der die Leser mit Aufschriften wie »Schlanksein ohne Hungern!« oder »Die Wahrheit über schlechtes Essen, fette Frauen und gutes Aussehen« anlocken möchte.
Dass dieses Buch aber so viel mehr bzw. eigentlich einen ganz anderen Inhalt enthält, als das Cover und sogar die Buchbeschreibung erahnen lassen, ist einerseits vielleicht irreführend, andererseits jedoch auch ein kluger Schachzug der beiden Autorinnen gewesen, denn der Inhalt hat es wirklich in sich - und ich bin  mir sehr sicher, dass viele Leute das Buch gar nicht beachtet hätten, wenn es anders angepriesen worden wäre, aber dazu schreibe ich weiter unten noch etwas, Weiteres will ich an dieser Stelle noch nicht verraten.*

Nun möchte ich, bevor ich gleich zum Inhalt komme, noch kurz etwas über mich erzählen ... Vielleicht weiß es der eine oder andere von euch schon? - Ich esse kein Fleisch. Schon seit etwa 7-8 Jahren nicht mehr. Und seit etwas über 5 Jahren esse ich nun gar keine tierischen Produkte mehr. Genau: Ich lebe vegan! Und wer war "Schuld?" - Skinny Bitch. Und das ist jetzt meine kleine Geschichte dazu ...

Gelesen habe ich Skinny Bitch Anfang Jänner 2011. Allerdings nicht sofort nach dem Kauf, denn gekauft habe ich mir das Buch schon einige Monate oder vielleicht sogar Jahre davor. Warum genau das Buch bei mir gelandet ist, weiß ich gar nicht mehr, ich glaube, dass ich den Titel damals einfach skurril und das Cover mit der Skinny Bitch darauf sehr anziehend fand. Und da ich zu der Zeit seltenst den Klappentext eines Buches, das ich lesen wollte, gelesen habe und meine Bücher oft nur nach dem Aussehen und Gefühl gekauft habe, wusste ich dann, als ich damit begonnen habe, auch noch nicht, dass das ich da gar keinen Roman in den Händen halte.

Mein damals 18-jähriges Ich liest also eines abends im Jänner 2011 völlig ahungslos drauflos und muss schon bald feststellen, dass man hier mit schockierenden Tatsachen über die Lebensmittelindustrie, die sogenannte »gesunde Ernährung«, aber vor allem mit fürchterlichen Wahrheiten über die Nutztierhaltung und Herstellung von tierischen Lebensmitteln konfrontiert wird.
Da ich an Ernährung immer schon höchst interessiert war, auch was die verschiedenen Lebensmittelinhaltsstoffe für Auswirkungen auf den menschlichen Körper haben, habe ich den Inhalt von Skinny Bitch von der ersten Seite an natürlich regelrecht aufgesaugt wie ein Schwamm. Klar, erst war ich irritiert, dass sich das Buch als etwas ganz anderes entpuppt hat, als ich erwartet habe, aber das war dann schnell wieder Nebensache oder auch schon vergessen, denn das, was man hier zu lesen bekommt, ist nicht nur erschreckend ... Es ist eine Katastrophe! 

Wer auch nur ein bisschen Mitgefühl oder eine Herz für andere atmende Lebewesen auf diesem Planeten hat, wird beim Lesen dieser Wahrheit über die Herkunft und Produktion tierischer "Lebens"mittel vermutlich verstehen können, dass ich in Tränen ausgebrochen bin und lange nicht mehr aufhören konnte mit dem Weinen. Es gab einige so schlimm beschriebene Stellen in dem Buch, dass ich sogar Pausen einlegen musste, weil ich vor lauter Tränen und Geheule den Text nicht mehr erkannt habe ... Ich habe gleichzeitig so eine Wut auf die Menschen bekommen, die so etwas Grausames tun und unterstützen können.

Jedenfalls habe ich gelesen und gelesen und gelesen, bis tief in die Nacht und in die frühen Morgenstunden hinein, bis ich mit dem Buch durch war. Und dann? Was denkt ihr, was ich dann getan habe? Was in meinen Augen ein wenig Wahnsinniges, aber trotzdem absolut Notwendiges und Folgerichtiges: ich bin um 2 oder 3 in der Früh aufgestanden, völlig verweint in die Küche zum Kühlschrank marschiert und habe meine damals so heißgeliebten (Kuhmilch)joghurts den Abfluss runtergekippt. Warum? - Weil ich mir nach dieser Lektüre einfach nicht mehr vorstellen konnte, so etwas jemals wieder zu essen. Ich hätte, nachdem ich all dieses Wissen hatte, nie mehr wieder ein gutes Gefühl dabei gehabt.

Und das erste, was ich gemacht habe, als ich morgens nach ein paar Stunden Schlaf aufgestanden bin, war, dass ich mich ins Auto gesetzt habe, zu einem Lebensmittelgeschäft mit mehr Auswahl gefahren bin und mich mit allerhand veganen Nahrungsmitteln eingedeckt habe.

Skinny Bitch hat mich vor über 5 Jahren nicht nur bewegt, sondern sogar zur überzeugten Veganerin gemacht, also eigentlich mein Leben komplett verändert. Wofür ich bis heute unglaublich dankbar bin. Ich bin unglaublich froh, dieses Buch gelesen zu haben! Ich ärgere mich fast, dass ich es nicht noch früher für mich entdeckt habe. 


Hättet ihr aufgrund des Covers und des Titels einen solchen Inhalt erwartet?

*Wenn das Buch vom Cover, Titel und Klappentext her direkt und offensichtlich als tierleidfreier Ernährungsratgeber angepriesen worden wäre, bzw. sofort zu erkennen gewesen wäre, dass es darin viel um Tierleid, Veganismus und die schockierenden Wahrheiten über die Lebensmittelindustrie geht, dann - und da bin ich mir sehr sicher - hätten viel weniger Menschen zu diesem Buch gegriffen. Ich erlebe nämlich heute leider immer noch, dass, wenn es um das Thema Tierleid oder Veganismus geht, die Augen verdreht werden, weil sich die wenigsten Menschen ernsthaft damit befassen und die Hintergründe erfahren wollen ... Derweil geht es hierbei schlicht und einfach um die Wahrheit.

Wie auch für Jenni, war für mich die Entscheidung, keine tierischen Produkte mehr zu essen, die beste Entscheidung meines Lebens. Ich habe sie NIE bereut. Bis heute nicht und ich hatte auch nie das Bedürfnis, wieder nur vegetarisch zu essen. In der Anfangszeit meines veganen Lebens war ich richtig beschwingt und glücklich, einfach weil mir bewusst war, dass ich das bestmögliche mache, was mir momentan möglich ist, um diese grausamen Machenschaften an unschuldigen Lebewesen nicht weiter mit dem Kauf eines tierischen Lebensmittel zu fördern.

Heute ist meine vegane Lebensweise schon völlige Normalität für mich, ich denke gar nicht mehr darüber nach, wo ich was kaufen muss/kann. Ich weiß, wo ich meine Sachen herbekomme und stelle mit Freude fest, dass das pflanzliche Nahrungsmittel-Sortiment immer weiter wächst und die Grundprodukte nun auch schon vermehrt in kleineren Geschäften erhältlich sind.

Gab es in eurem Leseleben auch schon ein Buch, das euch derart bewegt hat?





Kommentare:

  1. Hallo Janine!

    Das ist eine tolle Buchvorstellung - ich freue mich sehr, dass du sie bei meinem Event eingereicht und ein paar persönliche Worte dazu geschrieben hast. Denn ich kann mir sehr, sehr gut vorstellen, was das mit der nächtlichen Kühlschrankrausräumerei auf sich hatte. Mir erging es ähnlich, nachdem ich "Tiere essen" gelesen hatte - das war meine Initialzündung zum Veganwerden. Schön, dass Bücher solche Dinge in uns auslösen können, oder? :)

    Ich habe es auch bereits als Antwort auf den Kommentar bei mir geschrieben, wiederhole es aber auch hier gerne: Ich finde deinen Schreibstil und deinen Blog insgesamt sehr ansprechend und werde nachher einmal in Ruhe stöbern gehen. :)

    Danke für deinen tollen Beitrag - ich freue mich sehr, dass er in der Leseliste landet!

    Liebe Grüße
    Jenni

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    1. Liebe Jenni,

      ich bin überglücklich dein tolles Event entdeckt zu haben. Es hat mich richtig beflügelt, auch mal so einen Beitrag zu schreiben. Ich bin eine leidenschaftliche Leseratte und habe immer schon gerne Rezensionen verfasst, aber dieser Post ... da ist es wirklich regelrecht aus mir herausgesprudelt. Vielleicht werde ich in Zukunft öfter Bücher lesen, in denen Ernährung, Veganismus und "grüne" Themen Thema sind, wenn mich das so motiviert. Ich meine, ich habe schon einige Bücher zu diesen Themen gelesen, aber leider nie rezensiert und außerdem gibt es ja noch genug von der Sorte zu kaufen ... ;)

      "Tiere essen" habe ich auch schon länger auf meiner Wunschliste, und aktuell interessiert mich der Inhalt wieder sehr!
      Du sagst es: wunderbar, wenn Bücher Derartiges in uns auslösen können.

      Hoffentlich hast du deine Stöberrunde genoßen. ;)

      Alles Liebe,
      Janine

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  2. Liebe Janine

    Jetzt endlich habe ich ein wenig Ruhe und schaffe es, dir einen Kommentar da zu lassen.
    Ich finde diesen eindringlichen Post absolut gelungen und wichtig. Sehr persönlich geprägt, frisch von der Leber weg und einfach nur spannend und mitreissend geschrieben.

    Auch wenn ich selber nicht vegan lebe, finde ich es gut gelöst, wie du deine Meinung und deine Erfahrungen ohne eine Wertung platzierst und so auf etwas aufmerksam machst, was dir wichtig (geworden) ist. Du hast entschieden, weil du überzeugt warst. Dies finde ich sehr ehrlich und authentisch von dir.

    Ich mag es total gerne, wenn man auch auf Buchblogs (und warum muss man eigentlich immer alles schubladisieren?) viel Persönliches liest oder ganz persönliche Erfahrungen als Leser miterleben darf. Darum finde ich es immer sehr schade, wenn Buchblogger, die ja sicher auch noch vieles sonst zu sagen hätten, da sie sich den ganzen Tag Gedanken über die Worte von anderen machen, fast nichts Persönliches teilen.

    Ich selber habe anfangs sehr viele Gedichte, Bilder und kurze Geschichten und Erlebnisberichte auf meinem Blog veröffentlicht. Dann wurde mir das irgendwann zu viel Aufwand und ich habe mich auf Rezensionen und Ferienberichte "beschränkt". Nun bin ich wieder dabei, vermehrt persönliche Erfahrungen zu teilen und geniesse dies sehr.

    Was mir dabei aber aufgefallen ist und was mir jetzt auch bei dir auffällt und was eigentlich auch der Grund ist, warum ich dir hier überhaupt öffentlich schreibe:
    Wie kann es bitte sein, dass Blogs mit 100, 200, 300 Lesern, die sich vor allem - aber nicht nur - auf Bücher spezialisiert haben, für einen so persönlichen, dem Blogger wichtigen, toll geschriebenen Post (fast) keine Kommentare und Aufmerksamkeit erhalten? Wie kann es sein, dass Leserinnen und Leser des Blogs, die sich bei gemeinsamen Leseabenden noch für den Blogger zu interessieren und persönliche Beziehungen zu suchen scheinen, einen solchen Post total ignorieren? Einen Post, der dir, Janine, wahrscheinlich wichtiger oder mindestens genau so wichtig war, wie all deine Statistiken und Rezensionen?

    Ich möchte hier niemanden verurteilen, aber einfach einmal aufmerksam machen darauf, dass auch Buchbloggerinnen und Buchblogger nicht in erster Linie aus ihren gelesenen Seiten bestehen, sondern noch ein Leben führen, das ebenfalls viel Aufmerksamkeit verdient, weil es eben real ist. Weil darin echte Menschen vorkommen. Echte Erlebnisse. Echte Gefühle.

    Ihr alle, bitte denkt beim nächsten Mal darüber nach, bevor ihr irgendwo einen gegenseitig-verfolgen-Kommentar hinterlasst. Bitte fühlt und empfindet und erlebt mit. Das könnt ihr in den Büchern ja auch und vielleicht habt ihr sogar eine Meinung zu einem Post, den ihr lest, dann teilt diese Meinung. Oder vielleicht möchtet ihr dem Blogger persönlich etwas mitteilen, dann schreibt eine Mail.

    Oder vielleicht möchtet ihr - wie ich - einem Blogger, also dir, Janine, einfach nur danken. Danken, für so persönliche, offene und engagierte Worte in einer schnelllebigen Welt.

    Vielen Dank fürs Teilen dieses Erlebnisses, vielen Dank dafür, dass ich dich noch ein wenig besser kennen lernen durfte.

    Alles, alles Liebe und lass es dir weiterhin nicht nehmen, deine Meinung, deine Erfahrung oder einfach nur ein Erlebnis oder Bild zu teilen.

    Auf bald
    Livia

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    1. Liebe Livia,

      vielen Dank für deinen Kommentar und deine lieben Worte. Ich freue mich SEHR darüber! Ich musste, ehrlich gesagt, mal eine Nacht drüber schlafen, bevor ich dir antworten konnte, denn: deine Zeilen sind wunderschön zu lesen gewesen und haben mich sehr berührt!

      Livia, ich mag es auch, wenn ich hin und wieder auf anderen Buchblogs Privates zu lesen bekomme. Ich habe großes Interesse an Büchern, das ist klar, aber ich finde es, vor allem, wenn man schon länger bloggt und sich untereinander schon besser kennt, die eine oder andere Bekanntschaft vielleicht auch schon zu einer kleinen Internetfreundschaft geworden ist, sehr interessant, auch ein paar intimere Details aus dem Leben des Bloggers zu erfahren. Auf meinem Blog hat es das noch nicht so oft gegeben, dass ich Persönlicheres von mir preisgegeben hätte (ich bin generell eher zurückhaltend, weil ich die Reaktionen manchmal fürchte), deswegen wollte ich es mit diesem Beitrag mal wieder versuchen ...

      Ich finde es jetzt nicht so furchtbar, dass ich eigentlich keine einzige Reaktion (bis auf deine!!) meiner Follower erhalten habe. Es ist schon schade, weil ich mir wirklich Mühe gegeben und mein Herzblut in diesen Text einfließen habe lassen, aber was solls. Ich kanns verkraften.
      Dieses Thema ist vielleicht auch nicht jedermanns Sache, da kann ich es schon verstehen. Warum soll ich etwas lesen und/oder kommentieren, was mich nicht im geringsten interessiert? Und ich glaube auch nicht, dass es niemand gelesen hat, wenn ich bereits 105 Klicks auf dem Post habe. Viel erschreckender finde ich es da, dass ich seit Postveröffentlichung zwei Follower weniger habe ... Ich will mal nicht hoffen, dass es etwas mit meinem Post hier zu tun hatte. Leider kenne ich das nämlich nur zu gut, wenn man sich als Veganer "outet" und sich dann plötzlich einige Menschen von einem abwenden. Die Toleranz für andere Lebensweisen oder Einstellungen ist bei manchen Leuten leider noch immer nicht wirklich vorhanden. Einerseits macht mich das traurig, aber andererseits versuche ich mich auch immer wieder daran zu erinnern, dass ich ja für das geliebt/gemocht werden will, was ich BIN und was ich gern habe und mache. Nützt ja nichts, wenn ich den Leuten irgendwas vormache, nur damit sie zufrieden sind - ich im Endeffekt aber nicht.
      Ich glaube, ich schweife jetzt aber auch schon zu sehr ab ... Aber daran siehst du: mir ist das Thema sehr wichtig.

      Da ich meinen Blog "Meine Welt der Bücher" getauft habe und er eigentlich schon auf Bücher ausgerichtet ist, kann ich verstehen, dass manche Leute es nicht so ganz verstehen können, wenn zu viel Privates gepostet wird. Aber da dieser Beitrag ja doch auch buchbezogen ist, ist es doch schade, dass nicht mehr Kommentare gekommen sind. Wenn man aber eben nichts zu sagen hat, dann soll man auch nicht kommentieren, finde ich. Sonst kommt da nur ein 0815-Kommentar, den man sich auch sparen hätte können. Man merkt das ja gleich, welche Sorte von Kommentar man dann und wann bekommt. ;)

      Im Endeffekt sollten wir aber trotzdem einfach das posten und schreiben und machen, was wir wollen und wobei wir glücklich sind - ganz egal, ob viel Feedback kommt oder nicht. Es gibt da ein passendes Zitat (von Friedrich Nietzsche), das ich gerade heute im Netz entdeckt habe: ~ Wie wenig Anhänger zu bedeuten haben, begreift man erst, wenn man aufgehört hat, der Anhänger seiner Anhänger zu sein. ~

      Alles Liebe ♥,
      Janine

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    2. Liebe Janine

      Ich verstehe ganz genau, was du meinst und weiss gerade gar nicht, was ich noch antworten soll. Du hast natürlich recht, man kann sich nicht für alles interessieren. Wenn ich doch aber merke, dass jemandem ein Thema wichtig ist, gebe ich mir Mühe im Umgang damit.

      Ausserdem finde ich, dass du deinen Post nicht diskriminierend oder militant verfasst hast. Falls deine Leser wirklich deswegen "abgesprungen" sind, waren sie es so oder so nicht wert. Und natürlich gibt es leider wirklich viele Veganer, die selber total intolerant sind und doch immer Toleranz einfordern. Das ist natürlich schwierig. Aber wie gesagt, das war bei deinem Post nie der Fall. Du hast nur dein eigenes Erleben geschildert. Ausserdem dürfte in einem Kommentar ja auch stehen, wenn man ganz anderer Meinung ist oder wenn man vielleicht einfach nachfragen oder andere Erfahrungen schildern möchte.

      Abschliessend darf ich sagen, dass ich sehr gerne sehr viel mehr Privates von dir erfahre. Auf deinem Blog und auch sonst :-)

      Alles, alles Liebe
      Livia

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    3. Und das finde ich auch sehr lobenswert von dir, Livia! :) Bleib so ehrlich und lieb. Ein paar mehr Menschen deiner Sorte auf dieser Welt, wäre wirklich wundervoll. Ich kann mich nur nochmal ganz herzlich bei dir für deine Offenheit und deine einfühlsamen Worte bedanken. Du hast mir wirklich ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

      Ich kann beide Seiten verstehen: die Veganer-Seite, aber auch die Seite der Omnivoren. Ich glaube, dass es für viele Veganer ganz schwer ist, es zu tolerieren, dass andere Menschen mit ihrem Konsum für Tierleid- und tod mitverantwortlich sind. Und das werden sie bei ihren Erklärungen wahrscheinlich immer irgendwie im Hinterkopf haben. Ich muss dir gestehen, dass ich in meiner Anfangszeit als Veganerin auch damit zu kämpfen hatte, nicht jedes Mal einen Streit vom Zaun zu brechen, wenn meine Familie mal wieder ein halbes Schwein nach Hause gebracht hat, das sie demnächst grillen, kochen oder sonst wie zu verarbeiten und essen können. Ich konnte das nur schwer mitansehen. Es hat länger gedauert, bis ich es akzeptiert habe bzw. bis ich es verstanden habe, dass ich die anderen Menschen nicht ändern kann und dass ich es respektieren muss, wenn sie sich dazu entscheiden, so zu leben oder so zu essen. Ich habe viel gestritten und geweint, bis ich das verstanden habe. Eine Zeit lang habe ich dann auch nicht mehr mit ihnen essen wollen, weil ich keine toten Körperteile (bitte verzeih mir den Ausdruck, aber es ist nun mal die Wahrheit) von anderen Lebewesen auf den Tellern meiner Familie sehen wollte/konnte. Heute kann ich darüber hinwegsehen und kann ihre Lebensweisen tolerieren.
      Und eben, weil ich auch mitbekommen habe, dass Veganer oftmals als nervig, weil immer so belehrend, rüberkommen, hüte ich mich davor, hinauszuposaunen, dass ich vegan lebe. Mittlerweile will ich einfach nur mehr akzeptiert werden für die Art und Weise, wie ich lebe, esse, usw. und genauso kann man das von mir im Gegenzug auch bei anderen Menschen erwarten.

      Livia, ich werde es mir merken und bei nächster Gelegenheit mehr Privates von mir preisgeben. :)

      Alles Liebe,
      Janine

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    4. Hallo Livia,

      mit Erstaunen habe ich deine(n) Kommentar(e) gelesen und muss dir - leider - in einigen Punkten recht geben.
      Ich finde es auch erstaunlich, wie wenig Resonanzen doch (generell) auf Blogbeiträge kommen. Das Miteinander, sprich Leserunden, Lesenächte,.., wird sehr groß geschrieben, aber so einzelne Beiträge werden irgendwie kaum bedacht. Ich will nicht sagen 'beachtet', denn wie Janine auch gesagt hat, kommen ja scheinbar einige vorbei, aber nur wenige - bzw ganz oft keiner - hinterlässt eine sichtbare Spur. (außer, wenn es was umsonst gibt - worüber ich mich auch regelmäßig ärgere) Das ist sehr schade und ließ mich schon so einige Male am Bloggen zweifeln, aber man muss sich einfach sagen, dass man das in erster Linie für sich macht und nicht für die anderen - dann schläft man auch ruhiger.

      Sorry, Janine, das hatte jetzt nichts mit deinem Beitrag zu tun, aber ich wollt e Livia trotzdem mal für ihre Worte danken. ;)

      Herzige Grüße
      Jane :)

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    5. Oh, wie gut ich dich verstehe Janine. Ich esse ja selber auch kein Fleisch. Dies aber hauptsächlich aus ökologischen Gründen und weil ich die Fleischindustrie nicht unterstützen will. Dies bezieht sich auf Haltung, Schlachtung und vor allem Foodwaste.
      Ich halte es da eher mit der indianischen Sichtweise und wäre mit hundertptozentiger Sicherheit in der Lage, ein Tier korrekt und so schmerzlos wie möglich zu töten und hygienisch einwandfrei zu schlachten, sofern dies zu meinem Überleben nötig wäre. Ich würde mich beim Tier bedanken und jedes noch so kleine Teilchen davon verwenden (du siehst, ich komme vom Land :-) ).

      Da dies - westlicher Wohlstand sei Dank - nicht nötig ist, sehe ich nicht ein, weshalb Lebewesen wegen mir sterben müssen, zumal es genügend Alternativen gibt. Mit meiner Familie hatte ich zum Glück nie solche Probleme. Einige meiner Onkel schlachten noch selber oder bringen ihr Tierchen persönlich zum Schlachter, da weiss man, wie es geschieht und was geschieht und dass es geschieht, damit eine Familie überleben kann. Meine Mutter kauft fast ausschliesslich das Fleisch von Tieren von verwandten Bauern. Da gibt es keine Grossbetriebe, keine Massenschlachtungen, keine Industrie, kein Billigfleisch und damit hatte ich viel weniger Probleme, weil ich mehr dahinter stehen und diese Art des Fleischkonsums auf dem Nachbarteller akzeptieren konnte.

      Einige Cousinen von mir stellen selber Käse von ihren eigenen Tieren oder von Tieren, mit denen sie den Sommer auf der Alp verbringen her. Auch Honig wird in meiner Familie selber hergestellt. Und die Eier hole ich beim Bauern in meinem Dorf. Natürlich wird mir immer noch (von Seiten militanter Veganerinnen, Männer sind da lustigerweise immer noch toleranter) Inkonsequenz vorgeworfen. Da ich aber vor allem aus ökologischen Gründen so handle und auch sonst extrem grün lebe, sehe ich die Inkonsequenz nicht ein. Vor allem nicht, weil ich - so lange ich in der Schweiz lebe - nicht ohne Käse leben kann. Sorry, der ist im Ausland wirklicht nicht so gut :-)

      Grundsätzlich geht es ja immer um gegenseitige Toleranz und dass man sich auch im Zusammensein mit anderen Menschen eingliedern kann. Eine Freundin von mir, die Veganerin ist und aus Bosnien kommt (ich bin oft in Bosnien und da ist es schon schwer, vegetarisch zu essen), isst in den Ferien bei ihrer Verwandtschaft vegetarisch und wenn möglich vegan, aber ohne grosses Theater. Auch war ich vor Kurzem mit ihr auf einer Party und sie hat die Pizza auch mit Käse gegessen. Ich habe sie nach den Gründen gefragt und ihre Antwort war wirklich spannend: "Was nützt es mir, den Tieren Leid erspart zu haben, wenn meine Mitmenschen sich verbiegen müssen, um meinen persönlichen Wünschen gerecht zu werden? Ich könnte jetzt ein Drama veranstalten, aber wem hilft es? Es zerstört nur unseren gemütlichen Abend"

      Was ich aber spannend finde: wenn ich im Restaurant vegetarisch bestelle, dann fühlen sich immer alle meine Tischgenossen dazu gezwungen, ihren Fleischkonsum zu rechtfertigen. Das finde ich schon immer sehr spannend, da ich das gar nicht erwarte oder einfordere. Aber das Wissen ist in den Menschen, das lässt hoffen.

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    6. Ungalublich, der Kommentar war zu lange :-) Hier der zweite Teil:

      Ausserdem möchte ich niemandes Konsum verurteilen. Meiner Meinung nach ist es wichtig, sein Konsumverhalten (nicht nur in Bezug auf Nahrung) zu hinterfragen und so eigene Schlüsse und Konsequenzen zu ziehen. Wenn jemand dann trotzdem noch gerne Fleisch essen mag, soll er dies tun, einfach nicht täglich und mit dem Wissen um "bessere" Quellen. Und da soll man, wie du schon richtig sagst, vor allem sehr tolerant sein und sein dürfen.

      Ich hatte auch schon extrem negative Erlebnisse mit Veganerinnen (wieder: Frauen), die mir vorgerechnet haben (und die Zahlen stimmten dann auch nicht), wie sich mein ökologischer Fussabdruck durch den Konsum von Eiern aus der Nachbarschaft verschlechtert (eigentlich nicht, da man die Eier, die nicht befruchtet sind sonst wegwerfen müsste). Dann wurde ich so wütend, dass ich ihr ganzes Leben auseinander genommen und ihnen einmal vorgerechnet habe. Zwei Autos, ein Motorrad, Plastik, wo immer man hinschaut, Tomaten im Winter, importierte Esswaren.... Ich kann mich auch wehren, wenn es sein muss, hoffe aber immer, dass es nicht sein muss, da doch das Miteinander immer noch im Zentrum stehen soll.

      So, ich schliesse nun und bin so froh, dass wir uns so gut verstehen, über die blosse Semantik hinweg :-)

      Danke dir und alles Liebe
      Livia

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    7. @Mademoiselle Cake

      Dir auch vielen Dank für die lieben Worte und hoffentlich findest du eine Lösung, wie du mit dem Bloggen wieder glücklich sein kannst.

      Den Schillerfalter habe ich auch gelesen, aber leider hat mir das Buch gar nicht gefallen und mich auch überhaupt nicht berührt, im Gegenteil. Aber so sind die Geschmäcker verschieden :-)

      Alles Liebe und falls du noch Bloggerinnen für ein Projekt benötigst: ich wäre dabei :-)

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    8. Hallo Livia,

      ich finde es vollkommen in Ordnung, wenn dir das Buch nicht gefiel - jeder ist halt anders. Aber du hast das Buch ja trotzdem weiter empfohlen. :D

      Falls du mal schauen magst: Ich habe meine Gedanken für mein Projekt gerade niedergeschrieben. Wenn du also Lust hast, bist du herzlich willkommen! :)

      Herzige Grüße
      Jane :)

      PS: Den Kommentar deiner Freundin finde ich sehr weise und fair.

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  3. Hallo Janine,

    ich habe derzeit leider eine Blogflaute, schreibe nur noch Rezensionen und antworte auf Kommentare. Ich gehe zwar hin und wieder bei anderen lesen, aber nur noch selten hinterlasse ich einen Kommentar irgendwo.. Ich denke, dass es auch damit zusammenhängt, dass ich eher enttäuscht (von meinen Lesern) bin.. Aber darum kümmere ich mich nach Ostern.


    Deinen Artikel habe ich schon vor ein paar Tagen gelesen - ich denke, direkt am Tag des Entstehens - und seitdem geht er mir auch nicht mehr aus dem Kopf.

    Zum einen finde ich es faszinierend, wie offen du hier mit deiner Essenseinstellung umgehst. Ich mein, du schreibst ja, wie du selbst sagst, eher wenig Privates von dir und daher war ich schon erstaunt, dass du solch ein Thema wähltest. Meinen Respekt hast du definitiv! Ich bin ja eher "ängstlich", was das Private auf meinem Blog angeht. Selbst bei Rezensionen überlege ich immer noch, ob es wirklich richtig ist, sie zu veröffentlichen, denn ich möchte keinen angreifen - weder Autor noch andere Leser.

    Zum anderen hielt ich beim Lesen die Luft an, weil ich einiges, was du niedergeschrieben hast, schon sehr provozierend finde. Ich habe, wie du siehst, selbst erst einige Tage darüber nachdenken müssen und bin einfach zu dem Entschluss gekommen, dass du es 1. bestimmt nicht böse meinst - anders "kenne" ich dich auch nicht - und 2. es einfach deine persönliche Meinung widerspiegelt.

    Ich kann dir zu deinem Artikel jedenfalls nur gratulieren! Ich steh zwar nicht auf deiner Seite, was das Essen betrifft, aber ich habe eine Freundin, die Vegetarierin ist und wir haben uns darüber schon oft und viel unterhalten. Ich kann deine Entscheidung also sehr gut verstehen.


    Zu deiner Frage aus dem Post:
    Ich habe letztes Jahr ein Buch gelesen, welches noch heute in meinem Kopf rumgeistert: „Der Flug des Schillerfalters“ von Jannis Becker. Noch immer bin ich innerlich aufgewühlt, wenn ich an dieses Werk denke und noch immer kann ich nicht in Worte fassen, was es in mir bewirkt hat.
    (es ist zwar kein Buch zu der anfangs genannten Thematik, aber deine Frage hat das auch nicht so explizit widergespiegelt ;))


    Ganz herzige Grüße
    sendet Jane :)

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    1. Hallo Jane,

      du bist enttäuscht von deinen Lesern? Wie meinst du das? Wird es dazu nach Ostern einen Beitrag auf deinem Blog geben?

      Ja, bisher habe ich nicht viel Privates von mir auf meinem Blog preisgegeben, aber da meine Essenseinstellung glücklicherweise auch etwas mit einem Buch zu tun hat, war es eine gute Gelegenheit, diesbezüglich mal wieder etwas zu posten.
      Ich kann deine Ängste, Privates öffentlich lesbar zu machen, aber gut verstehen. Das ist auch bei mir der Grund (Angst), weshalb ich noch nicht so viel mehr über mich auf meinem Blog geschrieben habe - weniger, weil ich Angst habe, jemand anderen damit zu verletzen, eher weil ich mir denke, dass ich mich dadurch angreifbar machen könnte.

      Wie meinst du das, dass ich meinen Text provozierend geschrieben habe? Ich habe versucht, nur den Inhalt zu erklären und wie ich das Buch erlebt habe bzw. was es mit mir in weiterer Folge gemacht hat. Zu provozieren war ganz bestimmt nicht meine Absicht. :) Aber das sollte dich vielleicht nachdenklich machen: warum provoziert dich so ein Text? ;)
      Aber irgendwie ist es ja alleine schon das. Mir begegnen leider hin und wieder Menschen, denen ich einfach nur irgendwann beiläufig sage, dass ich keine tierischen Sachen esse und dann werde ich blöd angeschaut und die fühlen sich schon allein durch diese Aussage irgendwie ... beleidigt, kommt mir vor. Ist nicht immer so leicht für mich, in so einer Welt zu leben.

      Jane, deine Rezension zu "Der Flug des Schillerfalters" klingt echt begeistert. Da wird man direkt angesteckt. Auch wenn es nicht zur grünen Thematik passt, bin ich dir für den Tipp sehr dankbar - stimmt, in meiner Frage geht auch nicht eindeutig hervor, dass es dazu passen soll. Aber sag bloß: gibt es das Buch denn echt nur als E-Book zu kaufen? :(

      Alles Liebe ♥ und danke dir für deinen Kommentar!
      Janine

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    2. Huhu! :)

      Aaalso, es gibt einfach viel zu wenige Reaktionen auf meine Posts. (also das, womit jeder Blogger zu kämpfen hat) Und ich möchte eine kleine Aktion starten, zu der ich noch einen Post veröffentliche und auch einige Blogger gezielt anschreibe. ;) Dazu aber zu gegebener Zeit mehr. :)

      Ich finde, "provozieren" sollte man nicht immer nur mit negativen Gedanken assoziieren. Man kann auch zum Diskutieren provozieren - und das meinte ich mit meinen Worten auch.
      Ich kann mir zum Beispiel auch gut vorstellen, dass viele den Text gelesen haben, sicher auch das ein oder andere zu sagen hätten, aber nicht wissen, wie sie es sagen sollen..
      Geschriebene Worte können ganz schnell mal verkehrt aufgenommen werden, denn der PC überträgt leider keine Emotionen. Wir sehen nicht, ob die Person dahinter es mit dem Schalk im Nacken schreibt oder mit einem wutverzerrten Gesicht. Dadurch können ganz schnell falsche Eindrücke entstehen und ein Bruch lässt sich meist nur sehr schwer kitten.. Daher kann ich mir, wie gesagt, gut vorstellen, dass manche was zu sagen hätten, sich aber vielleicht einfach nicht trauen..

      Dann hast du einen (langen) Satz geschrieben, der mich kurz innehalten ließ:
      "In der Anfangszeit meines veganen Lebens war ich richtig beschwingt und glücklich, einfach weil mir bewusst war, dass ich das bestmögliche mache, was mir momentan möglich ist, um diese grausamen Machenschaften an unschuldigen Lebewesen nicht weiter mit dem Kauf eines tierischen Lebensmittel zu fördern."
      Ich finde, gerade der letzte Teil - "grausamen Machenschaften" - wirkt auf mich schon sehr heftig. Indirekt verurteilst du damit ja eigentlich schon alle Menschen, die tierische Produkte essen. Vielleicht ist es gar nicht deine Absicht (wovon ich ausgehe), aber ich kann es nur aus meiner Sicht schildern und ..
      Ich finde gerade nicht die richtigen Worte, wie ich es sagen soll.. "Beleidigt" ist sowohl das falsche, als auch das richtige Wort. Verstehst du, was ich meine? Ich glaube auch nicht, dass Leute, die dich wirklich mögen, mit ihrer Reaktion beleidigen wollen. Es ist einfach das Unbekannte, was einem Stirnrunzeln bereitet.

      Für mich persönlich soll jeder essen, was er / sie mag. Ich kann damit leben - es tut mir ja nicht weh. Ich stelle mir ein Leben als Veganerin nur sehr schwierig vor - gerade für mich, da mir sehr viele Gemüsesorten zum Beispiel nicht schmecken.. =/ Ich könnte mich auch nur von Schokolade ernähren (die dann natürlich auch vegan sein müsste), aber das wäre vielleicht nicht so praktisch. xD

      Ultraliebe Grüße
      Jane :)

      PS: Zu dem Buch: Ja, ich glaube schon. Der Autor ist ja Selfpublisher und ich weiß nicht, wie schwierig es ist, ein Print machen zu lassen.. Aber du solltest dich davon wirklich nicht abschrecken lassen. Ich glaube, dir könnte es gefallen..

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    3. Also das Problem mit den fehlenden Kommentaren von unseren Lesern ... ;) Ich habe eben gesehen, dass dein Beitrag "Vergessene Schätze" schon online ist. Werde ihn mir nachher in aller Ruhe durchlesen.

      Verstehe! Na, das kann natürlich auch sein. Es kann die unterschiedlichsten Gründe haben, warum jemand nicht kommentiert, hauptsächlich glaube ich, dass es die Leute entweder nicht genügend interessiert und/oder sie denken, dass es zu viel Zeit in Anspruch nehmen könnte, die sie nicht opfern wollen. Aber du kannst versichert sein, ich habe meinen Text ohne Wut oder Anklage oder sonst was geschrieben. Schlicht und einfach eine Wiedergabe von meinen Erfahrungen und meinem Wandel durch das Buch. Und angreifen wollte ich damit ganz sicher niemanden. Ganz im Gegenteil, ich hätte mich gefreut, wenn jemand mit mir ein wenig darüber diskutiert oder Neugier gezeigt hätte ...

      Ja, das kann sein, dass dieser Satz verurteilend rüberkommt, aber ich weiß auch nicht, wie ich es anders schreiben hätte sollen. Eigentlich habe ich mich hier nur auf mich bezogen, und dass es grausame/heftige Dinge sind, die mit den Tieren passieren, ist nun mal leider die Wahrheit, die ich ausgesprochen bzw. ausgeschrieben habe.

      Aber ich bin dir sehr dankbar, dass du mit mir so offen darüber sprichst, wie du das Ganze siehst. Wenn sich niemand meldet, dann kann ich ja nur fantasieren. Mich würde sehr interessieren, was in den Köpfen meiner Leser vorgeht, wenn sie meinen Text lesen. Egal, ob das jetzt positiv oder negativ ist, ich bin froh, wenn ich es weiß und man darüber reden/schreiben kann.

      Ich konnte mir als nur Vegetarierin war auch nicht vorstellen, mal vegan zu leben. Bei mir war echt dieses Buch der ausschlaggebende Grund, es zu tun. Ich war nach der Lektüre komplett davon überzeugt und konnte mir für mich auch nichts anderes mehr vorstellen. Und ich glaube auch, dass genau das wichtig ist, dass es klappt: vollkommene Überzeugung von einer Sache. Andernfalls wäre es nur halbherzig und irgendwann zum Scheitern verurteilt. ;)

      Was das Obst oder Gemüse angeht, bin ich Gott sei Dank überhaupt nicht wählerisch. Generell esse ich eigentlich alle Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs. Das einzige, was ich gar nicht mag, sind Grapefruits und Kaffee.
      Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal vegane Schoki gegessen habe, ich schau echt selten danach, weil ich nicht so die Schokoesserin bin, aber ich meine mich zu erinnern, dass ich mal eine echt gute Reismilchschokolade vom Dm gegessen habe. ;)

      Bei Amazon gibt es das Buch leider nicht als Print, habe ich eben gesehen, aber ich könnte mir das Buch auf den Kindle laden. Nur muss ich den dann endlich mal wieder entstauben und auladen bzw. schauen, ob er überhaupt noch funktioniert. (Die liegt schon jahrelang unbenutzt in meiner Nachttischlade.^^)

      Danke für die ultralieben Grüße, kann ich nur zurückgeben, bis später! ♥
      Janine

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